Die direkte Eingabe von Weblog-Einträgen im Browser wird mir allmählich zu mühsam, deshalb suche ich momentan nach Tools, mit denen ich die Einträge offline und mit allem Komfort eines Webeditors erstellen und in einem Schub online stellen kann. Für Mac OS X gibt es vor allem zwei Tools, die sich dazu eignen: MarsEdit und ecto. Nach einigen anfänglichen Problemen habe ich jetzt beide am Laufen und werde sie mit ein paar Einträgen testen. Nach kurzen Tests war schnell klar, dass mir ecto besser gefällt.
Der erste Eindruck von ecto ist sehr gut. Es hat ein deutschsprachiges Interface und bietet wirklich viele Funktionen. Ich kann vier individuelle Textfelder direkt ansprechen und offline füllen. Dabei steht mir ein Rich-Text-Editor zur Verfügung, der grundlegende Formatierungen ermöglicht, z. B. fetten Text, Unterstreichungen oder auch Durchstreichungen – sehr bequem. Typografische Besonderheiten, wie den Gedankenstrich oder die drei Punkte hier ( …) kann ich mit den gewohnten Tastenkürzel einfach eingeben. Die Rechtschreibprüfung beim Eingeben der Einträge ist auch ein großer Vorteil.
Eine einfache Zeilenschaltung wird in ein <br /> umgesetzt, eine doppelte wird zu <p>, genau wie ich es mir wünsche. Voraussetzung ist allerdings, dass das Web-Template des Blog nicht selbstständig schon eine XHTML-Umsetzung macht, das muss man also vorher abschalten. Es steht eine ganze Reihe von Werkzeugen zur Verfügung: Absätze ausrichten, Absätze als Zitate kennzeichnen, ein- und ausrücken, Textauszeichnungen etc. Diese Formatierungen werden jeweils als CSS-Inline-Stile umgesetzt.
Listen können ebenfalls sehr komfortabel erstellt werden. Einfach eine Zeile schreiben und auf das Listenwerkzeug klicken, den Rest erledigt ecto. Hier folgt als Beispiel eine kleine Liste über die Features, die ecto bei Links bietet. Man gibt Listen einfach Zeile für Zeile ein und ecto baut die <li>-Tags drum herum.
man kann zwischen Rich-Text-Editor und der HTML-Ansicht hin- und her schalten. Das erlaubt es, zwischendurch die Darstellung im HTML zu kontrollieren. Ausserdem können eigene HTML-Tags definiert und automatisch eingesetzt werden. Diese Tags können neben HTML auch Text enthalten und eignen sich deshalb als fertig formatierte Textbausteine. Als Beispiel das nachfolgende »posted with ecto«:
[posted with ecto von Peter Linzenkirchner]
Leider hat der Rich-Text-Editor auch einen großen Nachteil: Die Headline-Tags erkennt der Editor zwar, aber er konvertiert sie beim Zurückschalten in HTML in einen Absatz mit <span> und <strong> und einer Inline-Definition der Schriftgröße in Punkt. Eine kurioses Verhalten, deren Sinn ich nicht verstehe. Laut Auskunft des Entwicklers lässt sich das auch nicht ändern, bzw. er plant eine Änderung erst für das nächste Release. Die Nutzung des Rich-Text-Editors ist dadurch leider etwas eingeschränkt – bzw. man muss am Schluss vor dem Absenden des Artikels nochmals im HTML korrigieren.
Von Peter am 01.11 um 21:02 Uhr. Kategorie: Mac-OS-X | Blogs | Lisardo-intern
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