Mac OS X bringt mit dem Schlüsselbund ein ziemlich gutes Werkzeug mit für eine zentrale Passwort und Zugangsverwaltung, leider wird sie aber von den Broswsern teils gar nicht, teils nur fehlerhaft umgesetzt. So hat Firefox leider einen komplett eigenen Passwortmanager, der zu keinem anderen Programm auf dem Mac kompatibel ist, während Safari den Schlüsselbund zwar unterstützt, aber Probleme hat, wenn für eine URL mehrere Logins benötigt werden: er liefert immer nur das letzte. Abhilfe kann hier der Passwortmanager »1Password« schaffen.
1Password integriert sich nach der Installation in die gängigen Browser (Safari 3.1 und Firefox 2 habe ich getestet) und kann über ein Icon in der Werkzeugleiste aufgerufen werden. Für die Passwörter erfindet 1Password nicht das Rad neu, sondern legt einen eigenen Schlüsselbund an, den man auch mit der Mac-eigenen Schlüsselbundverwaltung öffnen und verwalten kann. Dadurch ist gewährleistet, dass die Internet-Logins nicht an das meist sehr schwache Rechnerpasswort gekoppelt sind; man kann für 1Password also ein beliebig komplexes Passwort wählen, ohne den Bedienkomfort für die tägliche Arbeit zu schmälern.
Nach dem Start können die Passwörter aus den vorhandenen Schlüsselbünden importiert oder neu angelegt werden. 1Password erkennt an der URL und an der Domain, welche Logins in Frage kommen und bietet diese zur Auswahl an. Man wählt das passende, bestätigt, und der Browser loggt sich ein. Diese Vorgehensweise hat zudem den Vorteil, dass die Formularfelder nicht automatisch ausgefüllt werden, sondern eine manuelle Auswahl erforderlich ist; das dürfte einige bekannte XSS-Angriffe ausschließen oder deutlich erschweren.
Da nur einmal beim Start ein Masterpasswort angegeben werden muss (oder in einem frei einstellbaren Intervall), können die Internetlogins selbst beliebige Passwörter in beliebiger Sicherheitsstufe erhalten. Damit gibt es keine Ausrede mehr, alle Accounts mit einem einzigen leicht zu merkenden (und damit leicht zu knackenden) Passwort abzusichern.
1Password hat noch einige zusätzliche Features (Identitäten, Notizen, Synchronisierung über .Mac etc.), die am besten auf der Webseite von 1Password nachgelesen werden (leider nur Englisch). Dort gibt es auch ein informatives Video (in herrlich britischem Englisch :-) Ich verwende es jetzt seit einigen Wochen und bin sehr zufrieden. Das Programm kostet ca. 30 USD; es gibt eine Demo zum Download.
Von Peter am 28.03 um 00:06 Uhr. Kategorie: Mac-OS-X | Netzwelt
Freue mich diesen Blog gefunden zu haben, finde die Artikel echt sehr gut geschrieben. Werde mich die nächsten Tage, hier richtig Einlesen und meinen Senf dazu geben. Hoffe, daß noch mehr gute Artikel hier folgen.
Das mit dem Schlüsselbund finde ich eine super Sache, schade nur das es nicht überall funktioniert.
Na dann,
wollen wir hoffen, dass das die einzigen Problemchen bleiben.
Aber trotzdem nen nettes Programm.
Sieht so aus als hätte mein Mac meinem Windows PC mal wieder etwas voraus.
Aber gibt es so eine Software auch für Windows wäre ja sehr Sinnvoll.
Danke schön für diese Preziöse Erklärungen. Ich möchte das auch mit mein Laptop probieren (mit Windows). Mal schauen ob es existiert oder nicht.
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