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28. Juli 2007

Internet-PDFs erstellen unter Mac OS X

automator IconNicht jeder will sich zum Erstellen einfacher PDFs für das Internet Acrobat Professional zulegen, zumal unter OS X ein PDF über den Druckdialog (»Drucken in PDF«) komfortabel und einfach erstellt werden kann. Leider muss man dann schnell feststellen, dass diese PDFs für das Internet viel zu groß werden, vor allem wenn hochaufgelöste Bilder verwendet wurden. Über Automator-Aktionen oder einen Colorsync-Filter kann man deutlich kleinere PDFs erstellen, richtig komfortabel wird es aber erst mit einem kleinen Shareware-Tool.

Drucken in PDF

Den meisten Mac-Anwendern dürfte bekannt sein, dass man über den Druckdialog ein PDF erstellen kann (Taste PDF – Als PDF sichern). Diese Funktion ist seit Mac OS X 10.3 für den Ausdruck optimiert und hat folgende Eigenschaften:

  • Bilder werden bei der PDF-Erstellung auf 300 ppi heruntergerechnet und ZIP-komprimiert
  • Schriften werden alle in Untergruppe eingebettet
  • alle Farbräume bleiben erhalten – das Dokument wird also nicht nach sRGB konvertiert wie in Acrobat
  • eingebettete ICC-Profile bleiben erhalten
  • im Text vorhandene Links gehen verloren
  • die PDF-Version ist 1.3 (Acrobat 4 kompatibel)

Man sieht, dass sich Apple mehr an der Druckvorstufe orientiert als am Internet. In der Tat kann man mit den Bordmitteln von Mac OS X ab Version 10.4 einem mitgelieferten Colorsync-Filter jederzeit ein gültiges PDF/X-3 erstellen, allerdings nur ein medienneutrales mit ICC-Profile. Für das Internet sind die erstellten PDFs aber unbrauchbar.

Automator-Aktion

Apple liefert in Automator eine Aktion mit, mit deren Hilfe die Bilder zumindest JPG-komprimiert werden können. Ein passender PDF-Service ist zwar schnell erstellt, aber der Umgang mit Automator ist nicht jedermanns Sache: Sie können den Service deshalb hier herunterladen. Packen Sie CompressPDF.zip aus und verschieben Sie die die ausgepackte Datei CompressPDF.app in den Ordner ~/Library/PDF Services. (Wenn es diesen Ordner nicht gibt, legen Sie ihn einfach an). Danach steht die Aktion in jedem Druckdialog zur Verfügung:

Screenshot

Colorsync-Filter

Optimal ist dieser PDF-Service noch nicht, da er die Bilder nur komprimiert und nicht die Auflösung reduziert. Über einen Colorsync-Filter kann man mehr erreichen. Ich habe mir einen Filter erstellt (über das Programm Colorsync im Ordner Dienstprogramme), der das Dokument komplett nach sRGB konvertiert sowie die Bilder auf 96 ppi herunterrechnet und stark komprimiert. Damit lässt sich die Dateigröße genauso reduzieren wie über den Acrobat Distiller. Laden Sie den Filter herunter, packen Sie ihn aus und legen Sie die Datei InternetPDF.qfilter einfach in den Ordner ~/Library/PDF Services. Falls der Ordner nicht existiert legen Sie ihn einfach an. Wie Sie am Screenshot oben erkennen können, taucht der Filter im Druckdialog und kann verwendet werden. Er speichert die Dateien auf dem Schreibtisch und hängt InternetPDF an den Dateinamen an.

PDF Shrink von Apago

Am komfortabelsten geht die PDF-Erstellung für das Internet mit Hilfe eines kleinen Shareware-Utilities namens PDF Shrink von der Firma Apago. Es kann nicht nur PDF-Dateien verkleinern sondern zusätzlich auch schützen, gegen öffnen, oder auch gegen Drucken bzw. Verändern. Sie können das Tool als PDF Service installieren oder einfach beliebige PDF-Dateien per Drag und Drop draufziehen und verkleinern lassen. PDF Shrink kann hier heruntergeladen werden und kostet 35 USD. Sie können es 10 Tage lang mit allen Funktionen testen.

PDF Shrink Screenshot

Links und Lesezeichen

Leider kann man über keine dieser Möglichkeiten Links ins PDF übernehmen. Obwohl praktisch jedes Textprogramm in Mac OS X funktionsfähige Links enthalten kann (z. B. einfach via Drag und Drop aus dem Browser) ist es leider nicht möglich, diese Links bei der PDF-Erstellung zu erhalten. Mir ist zudem ausser Adobe Acrobat kein Programm bekannt, mit dem man nachträglich Links wieder in das PDF einbauen könnte. (Falls hier jemand was weiss, bitte mitteilen, dann nehme ich es hier auf). Das gleiche gilt für Lesezeichen: Zwar können in der Vorschau Lesezeichen angelegt werden, diese werden aber nicht mit dem PDF gespeichert, sondern dienen lediglich dem eigenen Komfort.

Von Peter am 28.07 um 19:14 Uhr. Kategorie: Acrobat | Mac-OS-X

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Kommentare

  1. Um den unvermeidlichen Kommentarspam zu verringern, musste ich leider einige Hürden einbauen: zunächst muss eine gültige E-Mailadresse eingegeben werden, die allerdings auf der öffentlichen Webseite nicht erscheint. Ausserdem kann der Kommentar erst nach dem Aufrufen einer eigenen Vorschau-Seite gespeichert werden. Sie müssen ausserdem einen Namen angeben (Vorname, Nachname, Spitzname oder Pseudonym).



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