Mittlerweile nutzen zwei Drittel aller Deutschen das Internet. In der Altersgruppe bis 49 Jahre sind es bereits über 80%, aber sogar von den über 60-jährigen nutzt mehr als ein Drittel das Internet. In dieser Altersgruppe hat sich der Anteil der »Onliner« in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, durchgeführt im 2. Quartal 2006, bei der insgesamt 3.568 Bürger telefonisch befragt wurden (gefunden in Max Zornos Tagebuch).
Die meisten bekannten Unterschiede sind noch immer vorhanden: noch nutzen mehr Jüngere das Internet als Ältere und mehr Männer als Frauen, aber die Unterschiede verschwinden beziehungsweise werden geringer. So sind die Geschlechtsunterschiede bei den unter 35-jährigen minimal, hier nutzen praktisch genauso viele Frauen wie Männer das Internet; wirklich groß sind die Unterschiede nur noch bei den über 60-jährigen, von denen doppelt so viele Männer wie Frauen das Internet nutzen.
Große Unterschiede gibt es hauptsächlich im Bereich der formalen Bildung und der beruflichen Qualifikation. Der Anteil der Internetnutzer ist unter den Hochschulabsolventen fast doppelt so hoch wie unter den Hauptschulabgängern mit beruflicher Ausbildung und fast dreimal so hoch wie unter den Hauptschulabgängern ohne Lehre. Ähnlich groß sind die Unterschiede zwischen Leitenden Angestellten bzw. Selbstständigen auf der einen Seite und Arbeitern auf der anderen.
Ich schließe mich hier weitgehend den Schlußfolgerungen von Max Zorno an: in wenigen Jahren werden die Internetnutzer hinsichtlich Alter und Geschlecht weitgehend den Normalbürgern entsprechen. Hinsichtlich der Bildungsunterschiede bin ich allerdings anderer Meinung: während diese Unterschiede zwar vermutlich ebenfalls geringer werden, werden sie wahrscheinlich nicht ganz verschwinden. Zumindest in absehbarer Zukunft wird das Internet noch überwiegend ein Textmedium bleiben.
Trotzdem, insgesamt wird das Internet immer mehr zu einem ganz normal genutzten Medium für alle, und wird letztlich den gleichen Stellenwert erreichen wie Radio und Fernsehen. Weg also mit dem immer noch vorhandenen Vorurteil, das Internet sei etwas für »Computer-Freaks« und Jugendliche: das Internet ist ein Massenmedium. Darauf müssen wir uns alle einstellen.
Ein paar Konsequenzen, die sich meiner Meinung nach daraus ergeben:
Von Peter am 01.08 um 20:45 Uhr. Kategorie: Netzwelt
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