Über einen Link im Farbmanagementforum von http://www.hilfdirselbst.ch bin ich eben auf eine Studienprojekt mit dem Titel »Digitale Proofsysteme« der Universität Wuppertal gestoßen. Im Rahmen dieses Projektes wurden 14 digitale Proofsysteme in direktem Vergleich getestet. Von Aufbau und Ergebnissen dieser Studie bin ich restlos begeistert.
Für das Projekt wurden zuerst auf einer Heidelberg Speedmaster Testdrucke erstellt (von der Altona Testsuite) und anschließend ausgemessen. Diese Druckmaschinen-Profile wurden bei den folgenden Tests der Proofsysteme jeweils als Referenzfarbräume hinterlegt. Die Proofs wurden nicht von den Studenten durchgeführt sondern jeweils von den Firmen, die die Proofsysteme selbst im praktisch einsetzen. Anschließend wurden die Proofs durch Fachleute visuell abgemustert und von den Studenten farbmetrisch ausgemessen.
Die Ergebnisse sind höchst interessant und werden ausserdem elegant präsentiert, teilweise sogar mit interaktiven Tools. Sie umfassen einen Vergleich der verwendeten Papiere, der Farbräume der jeweiligen Proofsysteme, sie bieten einen direkten messtechnischen Vergleich aller Systeme sowie einen optischen Vergleich und sogar eine Untersuchung, inwieweit die Proofs innerhalb von vier Wochen Lagerung ihre Farborte ändern. Alles fachlich genau und übersichtlich aufbereitet.
Abgerundet wird die Auswertung durch eine Kostenanalyse der verschiedenen Systeme, die sich nicht nur auf die Anschaffungskosten beschränkt, sondern die kalkulatorischen Kosten umfasst, bis hin zum Verbrauchsmaterial. Sogar ein Kostenrechner wird geboten ...
Mein Tipp: unbedingt anschauen.
Von Peter am 09.08 um 20:43 Uhr. Kategorie: Acrobat | Medienfachwirt | Mediengestaltung
Trackback-URL: http://www.lisardo.biz/trackback/511/00cjjCvF/