Heike Edinger & Timo Wirt kritisieren in einem amüsanten und lesenswerten Artikel mit dem Titel »Accessibility nach Vorschrift: Wenn Web-Entwickler zu Bürokraten werden« eine manchmal geistlose oder mechanische Umsetzung von Accessability-Richtlinien. Vor allem ihre Ausführungen zu Skip-Links, redundanten Title-Texten und den »druckbaren Zeichen« am Ende von Links in barrierefreien Navigationen haben mich beeindruckt.
Ein Beispiel aus dem Artikel:
Die BITV schreibt vor, dass nebeneinanderliegende Hyperlinks »durch von Leerzeichen umgebene, druckbare Zeichen« zu trennen sind. Dies wird meist dadurch gelöst, dass hinter den Link ein Punkt gesetzt und mittels CSS unsichtbar gemacht wird. So wird diese Technik zum Beispiel im Turorium Barrierefreie Navigationsmenüs bei Einfach für Alle ausführlich beschrieben:
<ul>
<li><a href="foo.html" title="Über das div-Element"><dfn>1.1 </dfn>
Bereiche</a><span class="unsichtbar">. </span></li>
</ul>
Heike Edinger & Timo Wirt zu diesem Thema:
Wenn man Navigationsmenüs als Listen <ul> auszeichnet, ist eine Trennung durch druckbare Zeichen überflüssig. Jeder Menüpunkt ist ein einzelner Listeneintrag <li>. Damit hat kein Screenreader Probleme — auch nicht die ältesten. Die Links werden bedeutsam gruppiert. Die semantische Auszeichnung erleichtert die Navigation mit Screenreadern und macht die Gestaltung per CSS einfach.
Das hört man gern - deshalb eine Leseempfehlung. Und besten Dank an Webstandard für den Tipp.
Von Peter am 02.03 um 16:59 Uhr. Kategorie: HTML-CSS | Barrierefreiheit
Gern geschehen ;o)
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